Alternative Broadcast-Messenger

Wer braucht schon WhatsApp?

Der Aufschrei nach den AGB-Änderungen von Facebook war groß und die große Frage nach einer Alternative zum WhatsApp-Broadcast kam schnell auf. Möglichkeiten, wie Ihre Newsletter auch in Zukunft auf dem Handy Ihrer Kunden ankommen, gibt es jedenfalls genug.

 

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Im Newsletter-Marketing hat sich in den vergangenen Jahren WhatsApp nach und nach als effektivster Newsletter-Kanal herausgestellt. Aus diesem Grund setzen trendbewusste Unternehmen zunehmend WhatsApp-Broadcast für den Newsletterversand ein. Aber nur bis Ende des Jahres. Denn ab Anfang Dezember hat Facebook angekündigt alle (bisher tolerierten) Broadcast-Services abzudrehen.

Die Vorteile von WhatsApp-Broadcasts im Gegensatz zu E-Mail-Newslettern waren vor allem wesentlich höhere Interaktionsraten und die enorme Verbreitung der App. WhatsApp stellt den größten Messengerdienst der Welt dar und hat darum eine extreme Reichweite (ca. 1,6 Mrd. Nutzer) und sehr hohe Nutzungsraten (knapp 70% der deutschen Bevölkerung nutzt WhatsApp mehrmals täglich).

Ein kurzer Blick der Kunden auf das Smartphone reicht bei WhatsApp darum oft schon aus, um diesen mit einer Nachricht zu erreichen. Der Newsletterversand per App bietet sich also optimal an um Kunden schnell und wirkungsvoll mit Werbebotschaften zu erreichen. Und mit diesen Vorteilen ist trotz der AGB Änderung von Facebook noch lange nicht Schluss!

Es muss ja nicht immer WhatsApp sein um sich die Vorteile von App-Benachrichtigungen zu nutze zu machen. Im Gegenteil - es bestehen zahlreiche weitere Möglichkeiten, die wir Ihnen nun vorstellen werden.


Facebook Messenger

Auch der Messenger mit der zweitgrößten Reichweite kommt aus dem Hause Facebook. Rund 1,3 Mrd. Menschen weltweit nutzen den Facebook Messenger. Die AGB-Änderungen des Weltkonzerns betreffen allerdings nur die Broasdcast-Funktionen von WhatsApp.

Über den Facebook-Messenger wird also auch weiterhin der Versand von Newslettern möglich sein. Bewertet man die Relevanz von Broadcast-Alternativen an der potentiellen Reichweite, so ist der Facebook-Messenger ab Dezember 2019 auf Platz eins. Der Facebook-Messenger unterscheidet sich dennoch in ein paar wesentlichen Punkten zu WhatsApp.

Die Verschlüsselung per WhatsApp erfolgt per End-to-End-Verschlüsselung. Der Facebook-Messenger verschlüsselt Nachrichten standardgemäß vom Absender an seinen Server und dann erneut zwischen Server und Empfänger. Zudem können über den Facebook-Messenger keine Dokumente versandt werden und die Suchfunktion fehlt. Ansonsten unterscheiden sich die Funktionalitäten des Facebook-Messengers und WhatsApp nur wenig.


Telegram


Seit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook wird der Messenger zunehmend von Datenschützern im Punkto Datensicherheit kritisiert, da (trotz Verschlüsselungen) Unmengen Benutzerdaten von Facebook gesammelt werden. Telegram setzt genau an diesem Punkt an und verspricht seinen Usern Sicherheit und Datenschutz. Das Unternehmen wird sogar dezentral organisiert um Usern zusätzliche Datensicherheit im Falle von Durchsuchungen (durch beispielsweise staatliche Organe) zu bieten.

Bedeutet, dass sämtliche Nachrichten nicht auf dem Smartphone, sondern auf externen (Cloud-basierten) Servern gesichert werden. Wie bei WhatsApp sind auch bei Telegram Ende-zu-Ende verschlüsselte Nachrichten möglich. Diese Option muss allerdings zuerst in den Einstellungen aktiviert werden.

Der Funktionsumfang von Telegram und WhatsApp ist quasi deckungsgleich. Sogar beim Design der Oberfläche ist nur wenig Unterschied bemerkbar. Telegram bietet zu den gewohnten Funktionen wie persönliche Chats, Gruppenchats, Emojis, Versand von Dokumenten, Bildern, etc. ein paar wenige Zusatzfunktionen.

Wer nach einem alternativen Broadcast-Messenger sucht, der sich in der Nutzung wenig, bis gar nicht von WhatsApp unterscheidet, ist bei Telegram sehr gut aufgehoben. Zwar ist die App eindeutig weniger verbreitet als WhatsApp, allerdings punktet die App zunehmend durch seine Datensicherheit.


SMS

Der Klassiker unter den alternativen Broadcasts ist und bleibt immer noch der SMS-Versand. Auch ohne Internetverbindung können Sie mit SMS Kunden rund um den Globus erreichen. Zwar stellen die Kosten und die Gestaltungsmöglichkeiten die großen Nachteile von SMS dar, dennoch sind SMS-Benachrichtigungen die sicherste Möglichkeit Ihre Kunden am Smartphone zu erreichen.

Wenn wichtige Nachrichten Ihre Kunden schnell und sicher erreichen müssen, bieten sich SMS-Benachrichtigungen wunderbar an. Beispielsweise werden SMS-Massen-Benachrichtigungen häufig von Versicherungen (z.B. bei Hagelwarnungen) oder Mobilfunkanbietern (Angebote) verwendet.

SMS-Einzelbenachrichtigungen hingegen findet man häufig bei der automatisierten Kundenbenachrichtigung zu gewissen Prozessen. Das bekannteste Beispiel sind Banken, welche mit X-TANS arbeiten. Aber auch Paketdienstleister informieren Kunden über das voraussichtliche Zustelldatum von Lieferungen und im Event Management werden Veranstaltungstickets per SMS versandt.


Fazit

Die AGB-Änderung von Facebook bedeutet zwar eine zwingende Umstellung im Newsletter-Versand wenn Sie bis Dato WhatsApp als einzige Messenger-App verwendet haben. Jedoch stehen Ihnen bei mtms Solutions schon jetzt drei Broadcast-Alternativen (in Zukunft auch Signal und Threema) zur Verfügung mit denen Ihre Newsletter auch weiterhin am Smartphone Ihrer Kunden erreichen.

Der Facebook-Messenger stellt eine naheliegende Alternative dar, mit der Sie auch weiterhin von einer sehr großen Verbreitung der App profitieren werden. Telegram bietet sich für Ihr Unternehmen an, wenn Sie den Datenschutz Ihres Messengers betonen wollen und über dieselbigen Funktionen verfügen wollen. Allerdings ist Telegram derzeit im Gegensatz zu WhatsApp nur wenig verbreitet. Wenn Ihre Benachrichtigungen, Kunden sicher und schnell erreichen müssen – sind SMS die beste Wahl für Ihren Nachrichtenversand.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, Ihre Newsletter-Abonnenten bereits vorab über eine Umstellung Ihrer Broadcast-Funktion zu informieren und dazu einzuladen, sich zur jeweiligen Broadcast-Alternative anzumelden.